«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68



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Samstag der 31. Woche im Jahreskreis
Kommentar zum heutigen Evangelium
Hl. Gregor der Große (um 540-604), Papst und Kirchenlehrer
Moralia in Iob, 34

„Kein Sklave kann zwei Herren dienen“

Seine Hoffnung und sein Vertrauen auf vergĂ€ngliche Dinge setzen wollen, das heißt: die Fundamente in fließendes Wasser setzen. Alles geht vorĂŒber; Gott allein bleibt. Sich am VergĂ€nglichen festmachen, das heißt auch: sich vom Bleibenden lösen. Wer aber kann an seinem Platz fest stehen bleiben in diesem brodelnden Sturzbach, wenn er von den reißenden Strudeln mitgerissen wird? Wenn man es verhindern möchte, mit der Strömung weggerissen zu werden, muss man alles meiden, was fließt. Sonst zwingt uns der Gegenstand unserer Liebe dazu, das zu tun, was wir gerade vermeiden wollen. Wer sich an vergĂ€ngliche GĂŒter klammert, der wird sicher dahin gezogen, wo diese Dinge ihren Ursprung haben, an die er sich festklammert.

Die erste Aufgabe besteht also demnach darin, sich davor in Acht zu nehmen, materielle GĂŒter zu lieben. Die zweite Aufgabe wird es sein, nicht sein ganzes Vertrauen in diejenigen Dinge zu setzen, die uns anvertraut sind, um sie zu gebrauchen, und nicht, sie sich unserer Vorliebe gefĂŒgig zu machen. Eine Seele, die sich an Dinge hĂ€ngt, die vergehen, verliert schnell ihre eigene Standfestigkeit. Die Strömung des gegenwĂ€rtigen Lebens reißt denjenigen mit sich, der sich ihr aussetzt, und es ist eine törichte Illusion, dass der, den die Strömung mitreißt, sich in ihr wird aufrecht halten können.






 
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